07.12.2022

Strategische Neuausrichtung










































Die neuen Mitglieder im Vorstand der Klimapartner (vorne, v.l.): Frank Gerlach, Dr. Jörg Reichert,  Landrat Dr. Martin Kistler, Erster Landesbeamter Ulrich Hoehler in Vertretung von Landrätin Marion Dammann. Hintere Reihe: Geschäftsführer Dr. Fabian Burggraf, 1. Vorsitzender Heinz-Werner Hölscher, Vereinspräsidentin Bärbel Schäfer, 2. Vorsitzender Wolfgang Brucker, Foto: Andreas Walny

Am 06.12. stimmten die 140 Mitglieder des Vereins „Strategische Partner – Klimaschutz am Oberrhein e.V.“ (kurz Klimapartner Oberrhein) im Rahmen der Mitgliederversammlung über die strategische Neuausrichtung des Klimaschutz-Netzwerks ab.

Die Klimapartner Oberrhein agieren mittlerweile über das Gebiet des südlichen Oberrheins hinaus und initiieren auch in den Landkreisen Lörrach und Waldshut und zunehmend im Schwarzwald Projekte. Deshalb wurde im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahl der Vereinsvorstand um Partner aus den Landkreisen Lörrach und Waldshut erweitert. Sowohl Landrätin Marion Dammann (Landkreis Lörrach) als auch Landrat Dr. Martin Kistler (Landkreis Waldshut) engagieren sich ab dem 01.01.2023 im Vorstand der Klimapartner. Daneben verstärken Dr. Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung Energiedienst Holding AG und Frank Gerlach, Leiter der Siemens AG Niederlassung Freiburg ab dem kommenden Jahr das Gremium.

Landrätin Marion Dammann verfolgt ambitionierte Klimaschutzziele und möchte durch eine Energie- und Wärmewende den Landkreis Lörrach bis zum Jahr 2030 klimaneutral aufstellen. Diese Aufgabe lässt sich im Klimapartner Oberrhein-Netzwerks leichter bewältigen, so Dammann: „Im Netzwerk der Klimapartner Oberrhein, zu dem auch die Energieagentur Südwest gehört, kann der Landkreis noch schlagkräftiger wirken und für sich neue, innovative Handlungsmöglichkeiten erschließen.“ Das Netzwerk der Klimapartner ermöglicht es, Kompetenzen zusammenzubringen und Projekte in der Region nachhaltig umzusetzen. Für Landrat Dr. Kistler war zusätzlich der vereinfachte Zugang zu fundiertem Wissen und nachhaltigen Innovationstechnologien ein Beweggrund Teil der Klimapartnervorstands zu werden: „Vom historischen Wasserkraftkreis zum aktiven Klimakreis –  bei uns verbinden sich Tradition und Innovation aufs Feinste miteinander. Dabei unterstützen uns die Klimapartner Oberrhein mit wissenschaftlicher Kompetenz und regionaler Vernetzung.

Der ebenfalls neu in den Vorstand berufene Vorsitzende der Geschäftsleitung Energiedienst Holding AG Dr. Jörg Reichert sieht die Energiedienst-Gruppe als Ökopionier und will den Klimaschutz in der Region aktiv vorantreiben: „Seit Januar 2020 sind wir als erstes Energie-Unternehmen in Deutschland und der Schweiz sogar klimaneutral. Diese Expertise wollen wir als Mitglied im Vorstand beim Verein Klimaschutz Oberrhein einbringen.

Auch im Bereich Wirtschaft und Digitalisierung baut der Vorstand seine Kompetenzen mit Frank Gerlach, dem Leiter der Siemens AG Niederlassung Freiburg aus. Gerlach sieht in Digitalisierung und Energieeffizienz wirksame Anknüpfpunkte für gelebten Klimaschutz. „Zur Gestaltung der Energiewende benötigt es viele motivierte Mitstreiter, Partner - sprich ein Netzwerk aus „Machern“, die nicht nur drüber reden, sondern auch in die Umsetzung gehen.“ Das hat Gerlach motiviert, sich bei den Klimapartnern zu engagieren, und er ergänzt: „Machen ist wie Wollen, nur krasser.“.

 

Strategische Partner – Klimaschutz am Oberrhein e.V.

Die Klimapartner Oberrhein sind mit 140 Mitgliedsorganisationen das größte Klimaschutz-Netzwerk in der Region. Ziel des Netzwerks ist es, Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenzuführen um Klimaschutzprojekte lokal umzusetzen. Zentrale Meilensteine der 12-jährigen Vereinsgeschichte sind erfolgreiche Teilnahmen bei beiden landesweiten Wettbewerben „Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit – RegioWIN“ in den Jahren 2014 und 2021. In der ersten Förderphase wurden unter Federführung der Klimapartner Oberrhein zwei Projekte mit einem Gesamtvolumen von 16,4 Mio. EUR prämiert. Im RegioWIN 2030 Wettbewerb konnten sogar 3 Leuchtturmprojekte mit einem Volumen von über 19 Mio. EUR für die Region gewonnen werden. Diesen Erfolg konnten die Klimapartner durch eine Bewerbung als „Connected Sustainable Valley SOHO“ (Südlicher Oberrhein-Hochrhein) erreichen, die das Gebiet von der Ortenau bis zum Landkreis Waldshut umfasst. Das gewachsene Wirkungsgebiet des Vereins zeigt sich außerdem im Bereich Wasserstoff, wo viele konkrete Projekte in den Landkreisen Lörrach und Waldshut vor der Realisierung stehen. Aus dem Netzwerk der Klimapartner ist dort die grenzüberschreitende Unternehmens-Initiative „3H2“ entstanden, die den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur im Dreiländereck realisieren möchte. Sie wurde am 30.06.2022 gegründet und verzeichnet mittlerweile über 40 Unterstützer, darunter einige der wichtigsten regionalen Energie- und Industrieunternehmen sowie Wirtschafts- und Klimaschutzorganisationen.

von links: Wolfgang Brucker (2. Vorsitzender), Bärbel Schäfer (Präsidentin),
Heinz-Werner Hölscher (1. Vorsitzender), Dr. Fabian Burggraf (Geschäftsführer), Foto: Andreas Walny

Foto: Andreas Walny

 

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Alena Fleer / Franziska Potthast

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