18.07.2023

Digihub 2.0 erhält Förderscheck über 946.253 Euro

DIGIHUB Südbaden 2.0 erhält Landesförderung zur Unterstützung der Digitalisierung im Mittelstand

Freiburg, 17. Juli 2023 - Das Digitalisierungsnetzwerk DIGIHUB Südbaden geht in die nächste Phase und erhält finanzielle Unterstützung vom Land. Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Implementierung neuer Technologien zu unterstützen und ihnen eine erfolgreiche Digitalisierungsstrategie zu ermöglichen. Als Klimapartner Oberrhein sind wir Teil des DIGIHUB 2.0 Konsortiums, dem gestern der Bewilligungsbescheid von Staatssekretär Dr. Patrick Rapp überreicht wurde. 

Viele Unternehmen in Baden-Württemberg stehen noch vor der Herausforderung, eine effektive Digitalisierungsstrategie zu entwickeln. Das wurde im Rahmen der Veranstaltung zur Bescheidübergabe in der Lokhalle in Freiburg deutlich. Maria Haas, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Ignition, betont die Wichtigkeit dieser Strategie, um langfristig erfolgreich zu sein und den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verlieren. In diesem Zusammenhang übernimmt der DIGIHUB Südbaden 2.0, einer von zwölf Digital Hubs in Baden-Württemberg, die Rolle des Transfers zwischen Forschung und Unternehmen. Ein Konsortium aus sieben Partnern, neben den Klimapartnern bestehend aus Bwcon, Baden Campus, Fichter Maschinen, Grünhof 3000, Hochschule Offenburg und Inno Work Force betreibt den DIGIHUB Südbaden 2.0. Die Klimapartner stellen sicher, dass Unternehmen in der gesamten Region von der Ortenau bis Waldshut die Angebote des DIGIHUB 2.0 nutzen können. Außerdem bringen wir den Nachhaltigkeitsaspekt in die Arbeit des DIGIHUB 2.0 ein. 

 

Erfolgsprojekt wird fortgeführt

Das Projekt knüpft an die Erfolge der ersten Phase an und erhält dafür eine Förderung des Landeswirtschaftsministeriums in Höhe von 946.253 Euro für die zweite Phase bis 2025. Ziel der Förderung - und des DIGIHUB 2.0 -  ist es, den theoretischen Fortschritt, den die Digitalisierung in Forschung und Wissenschaft erreicht hat, in die Praxis umzusetzen. Unternehmen können sich weiterhin kostenlos an den DIGIHUB wenden, um Beratung, Strategien und Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Der DIGIHUB 2.0 bietet außerdem Vernetzungsmöglichkeiten und veranstaltet Events, um den Austausch zwischen Unternehmen zu fördern.

Ein erfolgreiches Beispiel für Digitalisierung im Mittelstand ist die Kirchzartener Bäckerei Reiß-Beck. Michaela Beck, die den elterlichen Betrieb übernommen hat, betont den langfristigen Nutzen der Digitalisierung für das Handwerk. In Zusammenarbeit mit Ignition wurde die Verwaltung digitalisiert, die Kommunikation mit den Mitarbeitern erfolgt nun elektronisch und es wurden elektronische Kassenzettel und eine Kunden-App eingeführt. Ein aktuelles Projekt der Bäckerei ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), um auf Basis von Verkaufsdaten einen optimierten Bestellplan für die Filialen zu erstellen. Obwohl die KI noch Nachsteuerung erfordert, zeigt sich die Bäckermeisterin von den Vorteilen begeistert. Danke an Michaela Beck und an Maria Haas von der IT Beratung ignition Teams für die tollen Impulse aus den Unternehmen zur Relevanz und der positiven Wirkung von Digitalisierung im Handwerk!

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp äußerte seine Überzeugung von dem Konzept des DIGIHUBS und betonte die Wichtigkeit solcher Netzwerke für den Wirtschaftsstandort. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung von Technologien schließt er die Möglichkeit eines DIGIHUB 3.0 ab 2025 nicht aus.

Kleine und mittlere Unternehmen, die die Vorteile der Digitalisierung nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken möchten, können sich ab sofort beim DIGIHUB 2.0 melden. Durch die Unterstützung des Netzwerks können die Unternehmen eine maßgeschneiderte Digitalisierungsstrategie entwickeln und sich langfristig erfolgreich am Markt positionieren. Als Ansprechpartner steht Interessenten Dr. Jan Dormanns gerne zur Verfügung: jan.dormanns@klimaschutz-oberrhein.de; 0761 15109814

 

 

Impressionen der Förderscheckübergabe von Staatssekretär Dr. Rapp an das DIGIHUB 2.0 Konsortium (Bilder: Joshua Rzepka):